Was weiß Google über mich?
Welche Daten Google sammelt.
Weiß Google, wo ich gerade bin? Kennt Google meine Interessen und Neigungen? Was macht Google mit meinen Daten?
Das Internet und die Privatsphäre ist ein komplexes Thema. Google speichert sehr viel, geht aber auch relativ transparent mit diesen Daten um. Die letzten Datenschutz-Debatten und staatliche Eingriffe im Rahmen der Streetview Aufnahmen haben Google sehr stark für das Thema sensibilisiert.
Dazu kommt noch, dass die EU demnächst darüber entscheiden wird, ob die bisherige Erhebung von Daten zu Nutzerverhalten im Internet über Cookies weiterhin ohne staatliche Reglementierung auskommen wird.
Die meisten Anbieter dieser Targeting Lösungen haben sich schon dafür entschieden Opt-Out Möglichkeiten anzubieten um den Politikern zuvor zu kommen. Auf der Seite aboutads.info können die Targeting Cookies von über 60 verschiedenen Firmen eingesehen und deaktiviert werden.
Auch Google ist Teilnehmer dieser Initiative. Im Vergleich zu den meisten anderen Targeting Anbietern verfügt Google über verschiedene Quellen zur Beschaffung von Nutzerdaten.
- Google Suche: Alles wonach wir suchen speichert Google. Damit können Rückschlüsse über unsere Interessen, Wünsche, Probleme etc. gezogen werden.
- AdSense: Das Google Werbenetzwerk hat im deutschen Markt eine Reichweite von ca. 90%. Google bekommt also auch jenseits der Suchanfragen ein sehr genaues Bild über die Interessengebieter der Surfer.
- Google Mail: Auch die Inhalte von E-Mails liest Google und speichert darin vorkommende Schlüsselworte.
- Soziale Dienste von Google: Buzz, Profile, Orkut und auch Mail – über alle diese sozialen Plattformen kann Google Erkenntnisse über den Social-Graph der Nutzer erhalten, die es erleichtern zielgenaue Werbung auszuliefern.
Google zeigt einem an, welche Informationen zum Freundeskreis gesammelt worden sind: http://www.google.com/s2/search/social
Google kennt Deine Interessen und schätzt Dein Geschlecht: http://www.google.com/ads/preferences
Sollten Nutzer nun also besorgt darüber sein, dass Google so viele persönliche Informationen sammelt? Drei Dinge sind in diesem Zusammenhang zu bedenken.
- Die Dienste von Google sind kostenlos. Google muss die Entwickler und Server aber bezahlen. Geld wird also damit verdient, dass Nutzer Werbung angucken und anklicken. Ohne Werbefinanzierung, kein Gmail, YouTube oder Maps.
- Die Daten sind nicht personenbezogen. Sicher kann Google nur sagen, dass ein bestimmter Browser bestimmte Suchanfragen stellt oder auf bestimmten Seiten surft. Selbst bei einer Anmeldung für die meisten Google Dienste verlangt Google nicht den vollständigen Namen oder weitere persönliche Informationen.
- Google ermöglicht einen problemlosen Opt-Out und geht verhältnismäßig offen und transparent mit dem Targeting seines Werbesystems um.
Also, keine Angst vor Google – und wenn doch, nutzt doch einfach Bing
Author: Marc Hoeft







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