Zusammenspiel von SEA und SEO
Da bin ich wieder. Welt umrundet. Viel gesehen und erlebt. Jetzt wird wieder geguckt, was sich im Internet-Marketing so getan hat. 3 Monate sind hier ja eine Ewigkeit.
Einige Fragen halten sich aber länger als man denkt. Eine dieser Fragen ist:
Soll ich AdWords schalten, auch wenn ich eine sehr gute organische SEO Platzierung habe?
Google veröffentlichte in der letzten Woche eine neue Studie (Google Studie zu inkrementellen Klicks) veröffentlicht. Anders als vorherige Studien wurde hier nicht nur der Traffic betrachtet, sondern auch welchen Wert die Klicks auch AdWords und organischem Index haben.
Für eine von Google veröffentlichte Studie überraschen die Ergebnisse wenig: Es lohnt sich AdWords zu schalten, auch wenn man im organischen Index schon eine Top Position einnimmt.
Wer von euch sich mit dem Studienaufbau beschäftigt, ist vermutlich von den mathematischen Formeln abgeschreckt – mir ging es so.
Um das Zusammenspiel von SEO und AdWords zu testen ist aber eigentlich ein recht einfacher Testaufbau ausreichend.
Es müssen Ertrag und Kosten von SEO und AdWords Traffic während zwei Testzeiträumen gemessen werden.
Nullmessung:
Auswahl eines relevanten Keywords mit möglichst guter Position im organischen Index. Wenn eine parallele AdWords Kampagne läuft sollte dieses Keyword als “exact negative” in allen AdWords-Kampagnen hinzugefügt werden.
Testmessung:
AdWords-Schaltung für das ausgesuchte Keyword als exact in eigener Anzeigengruppe. Das Keyword sollte weiterhin als “exact negative” in allen anderen Anzeigengruppen vorhanden sein um Überschneidungen auszuschliessen.
Die Dauer der Null- und Testmessung ist abhängig von Klicks und Conversions des Test-Keywords. Als Hilfe kann hier ein Tool (Testdauer für A/B-Test) genutzt werden.
Um externe Einflüsse, wie Wetter oder Wettbewerb zu minimieren empfiehlt es sich den Test mehrmals durchzuführen. Beispiel: 1 Woche Nullmessung, dann 1 Woche Testmessung, dann wieder eine Nullmessung und danach eine abschließende Testmessung.
Wenn die Messungen angeschlossen sind, müssen nur noch die Kosten gegenüber gestellt werden. Wurde während des gemeinsamen Einsatzes von SEO und AdWords ein höherer Ertrag (Beispiel: Umsatz aus Suchmaschinen abzüglich Kosten für die Testkeywords in AdWords und Linkbuilding Aufwand für die SEO-Zielseite) erwirtschaftet, als wenn nur SEO betrieben worden wäre.
Und, wie sind eure Ergebnisse?
Wenn Ihr euch jetzt entscheiden solltet AdWords abzuschalten, gibt es noch ein paar weiter Punkte, die bedacht werden sollten.
- Conversionraten: Eure AdWords Zielseiten lassen sich besser auf Conversions optimieren.
- Schnelle Reaktionszeiten: Anzeigentexte und Zielseiten lassen sich in AdWords schneller in Beszug auf aktuelle Ergeignisse oder Angebote anpassen.
- Sicherheit in der Auslieferung: Solange ihr eure Rechnungen bezahlt könnt ihr mit gleichmäßigem AdWords-Traffic rechnen und müsste keine Angst vor Änderungen im organischen Ranking Algorithmus haben. Wenn euer SEO einmal Probleme haben sollte, habt ihr als Ausgleich immer noch euren AdWords Traffic.
Vielleicht spricht hier aber auch nur wieder der SEA Manager aus mir, aber meiner Überzeugung nach kann AdWords immer genutzt werden um SEO zu unterstützen – und umgekehrt.
Author: Marc Hoeft






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